Wie geht es weiter am B15neu-Anschluss an die Autobahn?

FW-Kreisverband Landshut: Besichtigung der Baustelle Essenbach

 Mehr als 40 Teilnehmer aus dem Kreisverband Landshut der Freien Wähler trafen sich auf Einladung der Ortsverband am Eingang zur Baustelle des B15neu-Anschlusses an die Autobahn. Sabine Wiedemann von der Autobahndirektion Südbayern erwartete die Besucher bereits und ließ sie mit einem virtuellen Rundflug den letzten Bauabschnitt der B15neu von Ergoldsbach nach Essenbach nachvollziehen. 

Diese neun Kilometer bedürften rund 83,8 Hektar Land, so Wiedemann. Sie betonte auf Fragen der Besichtigungsteilnehmer, dass man keine zeitlichen Angaben zum regulären Anschluss der Bundesstraße an die Autobahn machen könne, da die Beendigung der Rechtsstreitigkeiten bezüglich der Grundwasserwanne nicht absehbar seien. Auch seien die Mehrkosten für den provisorischen Anschluss noch nicht endgültig festgestellt. Laut der Autobahndirektion werde mit diesem provisorischen Anschluss allerdings eine für die Anwohner am besten verträgliche Lösung geschaffen, so Wiedemann. Laut ihrer Aussagen sei auch das Thema Lärmschutz in den Griff zu bekommen. Auf die Frage nach dem Verlauf des Radwegs antwortete die Expertin, er bleibe wie gehabt, bis der endgültige Anschluss geschaffen werden könne. Sie wies die Besucher des Kreisverbands Landshut darauf hin, dass acht Kilometer der Strecke planmäßig gebaut werden könnten. Grundsätzlich machten die geologischen Gegebenheiten die Grundwasserwanne so einmalig und kompliziert. Alleine für dieses Bauwerk habe man einen Betonbedarf von etwa 105000 Tonnen und von etwa 10000 Tonnen Stahl errechnet. Von der riesigen Dimension konnten sich die Exkursionsteilnehmer unter der Leitung Wiedemanns vor Ort überzeugen. Trotz des Rechtsstreits werde hier weiter gebaut, wies sie die Besucher hin. Anhand der Pläne konnte sie die vielen Fragen detailliert beantworten – bis auf die, warum es überhaupt zum Rechtsstreit gekommen sei und wann das Bauwerk fertig gestellt werden könne. Kreisgeschäftsführerin Petra Brunner überreichte Sabine Wiedemann zum Dank eine kleine Aufmerksamkeit, bevor sich die Freien Wähler anschließend im Landgasthof Luginger trafen. Dort informierte Kreisrat Robert Maier die Anwesenden über die vordringlichen Landkreisaufgaben wie beispielsweise Baumaßnahmen an der Realschule Rottenburg, am Gymnasium Vilsbiburg oder die notwendig werdende Erweiterung am Gymnasium Ergolding.-sg-


 
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